12 Tipps, um eine Anti-Pelz Botschaft zu vermitteln:


www.tierschutzbilder.de – S. Bröckling

1. Der Verbraucher hat die Macht – kaufe keine Echtpelzprodukte!

Der wohl leichteste Weg Tierleid zu verringern ist selbst keinen Pelz zu kaufen! Der Verbraucher hat die Macht: sinken die Verkaufszahlen von Pelzprodukten, werden diese nicht mehr massenhaft produziert. Dies gilt für jedes noch so kleine Stückchen Echtpelz, denn auch an Schmuck und Schuhen sind diese bereits zu finden. Woran du erkennst, ob es sich um Echtpelz handelt, findest du unter der Rubrik „Echtpelz?“.

2. Trage keine Pelzprodukte – mögen sie noch so alt sein!

Dieser Punkt scheint überflüssig, doch viele Menschen tragen trotz Aufklärung immer noch Pelz. Sie argumentieren, der Pelz sei bereits sehr alt oder man hätte ihn bereits gekauft und hätte so keinen Einfluss mehr auf das Leid der Tiere. Man könne so ohne schlechtes Gewissen dieses Produkt weiterhin tragen.

So einfach ist es in diesem Fall leider nicht, da man so zur lebendigen Werbetafel für Pelz wird. Je mehr Menschen mit dem Produkt Pelz zu sehen sind, desto höher steigt die Akzeptanz in der Gesellschaft. Es wird normal, Pelz zu tragen und die Qualen der Tiere rücken in den Hintergrund.

Es gilt daher: Trage keine Pelzprodukte, auch wenn sie von deiner Oma, vom Flohmarkt oder vom letzten Winterschlussverkauf sind. Was du mit deinen alten Pelzen machen kannst, erfährst du im Anschluss unter Punkt 3.

3. Fehlkauf von Echtpelz? Spende ihn an Tierschutzorganisationen!

Durch die fehlende Kennzeichnungspflicht von Echtpelzprodukten hast du als unwissender Konsument vielleicht einen echten Pelz gekauft? Jetzt hast du zwei Möglichkeiten.

Möglichkeit eins: Du hast den Kassenzettel aufgehoben und gibst das Produkt zurück. So kannst du auch die Mitarbeiter auf die Problematik Pelz hinweisen und die Geschäftsleitung auf die Tierquälerei aufmerksam machen.

Möglichkeit zwei: Du hast den Kassenzettel nicht aufgehoben, willst den Pelz aber nicht tragen da du damit Werbung machst. Dann spende ihn an eine Tierschutzorganisation für Demonstrationszwecke. Das Tier an der Jacke ist zwar bereits tot, doch damit sein Tod nicht noch mehr Leid nach sich zieht, können die Pelze für Aufklärungszwecke durch Tierschutzorganisationen genutzt werden.

4. Werde aktiv in unseren Aktionsgruppen!

Bereits in vielen deutschen Städten haben sich Aktive zusammen geschlossen, um sich für Tierrechte und gegen Tierquälerei zu engagieren. Schau bei unseren Aktionsgruppen, ob deine Stadt bereits aktiv ist. Wenn nicht, und du richtig Lust hast dich für Tiere stark zu machen, dann rufe doch eine eigene ANIMALS UNITED Aktionsgruppe ins Leben. Melde dich dafür einfach bei uns über info(at)animalsunited.de und wir stehen dir mit Rat und Tat zur Seite. Mit Aktionen trägst du einen großen Teil zur Aufklärung bei!

5. Bestelle dir Informationsmaterial zum Thema Pelz!

Wenn du Aufklärungsarbeit über Pelz leisten möchtest, ist es einfacher wenn du dich vorher über das Thema informierst, z.B. über wichtige Fakten oder über unser Aktionsmaterial zum Thema. Du kannst auch Infomaterial bestellen, z.B. bei uns info(at)animalsunited.de oder unter www.kunstpelz-ist-echt.de.

6. Unterstütze uns über Betterplace

Unterstütze uns über Betterplace mit einer Spende. So können wir unsere Plakate und unseren Kinospot an noch mehr Orten öffentlich zeigen und mehr Menschen über die grausame Pelzindustrie aufklären!

7. Informiere dich weiter!

"Wissen ist Macht", daher informiere dich weiter über die Zustände in der Pelzindustrie und über die Ausmaße des aktuellen Pelztrends. Hier findest du einige Links die dir weitere Einblicke bieten:
www.kunstpelz-ist-echt.de
www.pelzfarm.info
www.pelzinfo.de
www.tierschutzbuero.de
www.nackte-wahrheit.com

8. Leiste Aufklärungsarbeit – informiere Familie, Freunde und Bekannte!

Wer Pelz gekauft hat, muss nicht zwangsläufig ein Mensch ohne Herz sein. Häufig sind es Unwissenheit und mangelnde Aufklärung, die Grund für einen Pelzkauf sind. Wenn du in deinem Umkreis bemerkst, dass jemand Pelz trägt, dann scheue dich nicht das Thema anzusprechen. Erläutere sachlich die Fakten zur Pelzindustrie und die lebenslangen Leiden eines „Pelztieres“.

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9. Trau dich – lass dich auf Diskussionen ein!

Falls es zu einer längeren Diskussion zum Thema Pelz kommt, hier ein paar schlagkräftige Gegenargumente für Aussagen wie:

„Es ist meine Entscheidung, ob ich Pelz trage oder nicht. Das muss jeder respektieren.“
In Hinblick auf die Grausamkeiten, die die Tiere erleiden, ist das Tragen von Pelz nicht zu respektieren. Das Tierschutzgesetz § 1 erklärt dazu: „Ohne vernünftigen Grund darf niemand einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Ist Mode ein vernünftiger Grund?

„Pelz hält schön warm.“
Heutzutage gibt es genügend tierleidfreie Materialien, die viel wärmer halten, zum Beispiel synthetische Stoffe wie Acryl, gebürstete Baumwolle oder Webpelz. Wir sind keine Steinzeitmenschen mehr, die auf Tierfelle angewiesen sind. Außerdem wird Pelz oft nur als Schmuck verwendet – ein Wärmeffekt tritt hier nicht ein.

„Pelz ist ein Naturprodukt und damit umwelt- und klimafreundlich.“
Falsch! Etwa 140 Arbeitsschritte sind nötig, um das Fell weich und seidig, das Leder geschmeidig zu machen. Bei der Gerbung des Pelzes werden circa 100 verschiedene Chemikalien verwendet, um eine Verwesung der Tierhaut zu verhindern. Wo ist das noch ein umweltfreundliches Naturprodukt?

„Ich kann guten Gewissens Pelz tragen, denn mein Pelz ist aus gesicherter Herkunft.“
Die Pelzindustrie hat den Begriff "Origin Assured" – „aus gesicherter Herkunft“ für sich entdeckt. Dies soll beim Konsumenten Vertrauen schaffen und versichern, dass der Pelz aus einem Land stammt, in dem die Produktion von öffentlicher Hand kontrolliert wird. Dieses Label täuscht allerdings nur Seriosität und staatliche Kontrolle vor, denn die Einhaltung der rechtlichen Standards für Pelzfarmer wird in den wenigsten Fällen zuverlässig geprüft. Leider bedeutet diese Kennzeichnung aber nichts anderes, als dass das verwendete Fell aus einem Land stammt, in dem es gesetzliche Bestimmungen hinsichtlich der Pelztierhaltung gibt. Eine artgerechte Haltung gibt es bei Pelz nicht.

10. Boykottiere Geschäfte, die Echtpelzprodukte verkaufen!

Nutze deine Kaufkraft und unterstütze nur Läden, die keinen Echtpelz im Sortiment führen. Solltest du in einem Geschäft ein Produkt mit echtem Pelz entdecken, sind persönliche Beschwerden bei Verkäufern/-innen und schriftliche Beanstandungen bei der jeweiligen Filial- und Konzernleitung sehr effektiv.

Hier noch einen Hinweis für Kenner: Einige Geschäfte haben sich klar gegen den Echtpelzverkauf ausgesprochen (PDF). Sollte es in diesen Läden dennoch vorkommen, dass du ein Echtpelzprodukt entdeckst, melde es bitte umgehend der Offensive gegen die Pelzindustrie. Diese nehmen mit der entsprechenden Geschäftsstelle Kontakt auf um sie zur Rede zu stellen.

11. Informiere dich über Demonstrationen und Aktionen!

Tierschutzorganisationen freuen sich immer über neue aktive Leute, die tatkräftig mithelfen. Auf unserer Facebookseite AnimalsUnited e.V. erfährst du immer die neuesten Veranstaltungen und Aktionen gegen Pelz. Auch die Facebookseite der Kampagne Bist du gelabelt? versorgt dich mit aktuellen Informationen und Terminen.

12. Schreibe Beschwerdebriefe!

Ein Stift ist mächtiger als ein Schwert. Deshalb nutze jede Gelegenheit, die Menschen auf dem schriftlichen Wege aufzuklären und gegen Tierleid zu demonstrieren. Sende kompakte Briefe mit all den schockierenden Fakten an Geschäfte, die Pelzprodukte verkaufen oder damit Werbung machen. Wende dich an Zeitungen, Fernseh- und Radiosender, sobald du eine Pelzwerbung hörst oder siehst. Beschwere dich bei Läden und Versandhäusern, die Pelz anbieten und weise sie darauf hin, dass sie dich als Käufer in ihrem Laden aufgrund dieser Produkte verlieren.

Hier findest du einen kurzen Musterbrief, den du gerne als Orientierung hernehmen kannst. Je persönlicher du einen Brief schreibst, desto mehr Effekt hat er. Deshalb scheu dich nicht diesen Brief zu verändern und ihn mit persönlichen Fakten des jeweiligen Unternehmens auszuschmücken, z.B. welche Produkte genau du meinst. Auf jeden Fall solltest du einmal den Namen des Unternehmens in deinem Brief genannt haben.


Sehr geehrte Damen und Herren,

immer wieder gerne habe ich über Jahre hinweg in Ihrem Hause eingekauft. Doch 
nun habe ich mich mit dem Thema Pelz ein wenig mehr beschäftigt und muss
feststellen, dass ich als tierlieber Mensch und verantwortungsbewusster
Konsument dieses Tierleid nicht weiter unterstützen kann und möchte. In Ihrem 
Hause werden allerdings nun leider immer mehr Artikel mit Pelz angeboten und
beworben. 
Sie haben es als moderne Firma nicht nötig sich mit Pelz zu brüsten.

Ich möchte Sie solange nicht mehr unterstützen, wie Sie Echtpelzprodukte im
Sortiment führen. Denn Pelz gehört nicht in ein zukunftsorientiertes und
bewusst handelndes Unternehmen.

Gerne stehe ich für weitere Rückfragen zur Verfügung und würde mich sehr über
eine Stellungnahme Ihrerseits freuen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen